Franz Panzenböck, "Illusion der Ewigkeit"
Wir eröffnen am 23.5.2020 die Ausstellung "Illusion der Ewigkeit" des Berndorfer Metallbildhauers Franz Panzenböck. In seinen Nr.: 1603, Fran PanzenböckArbeiten thematisiert der Künstler unseren Unvergänglichkeits-anspruch. Er stellt der Ewigkeitsillusion die Alterungsrealität gegen-über. Nirosta, ein Material das keine Spuren von Verwitterung und Verfall zu zeigen scheint, versus Rost als deutlich sichtbares Zeichen der Vergänglichkeit und des Verfalls. Rost ist aber auch ein Signal der Verunsicherung und der Mahnung geworden. Aber auch im Verfall gibt es eine Schönheit des Vergehens. In seinen Werken trifft sich Improvisation und handwerkliches Können zu einem Kunstwerk.
Franz Panzenböck versuchte bereits in jungen Jahren in der Werkstatt seines Vaters Metallstücken Form zu geben. Das Schmiedefeuer und der Sprühregen der Funken bei der Arbeit mit den Schleifmaschinen waren sein Zuhause. Wie der Florentinische Bildhauer Donatello zuerst in der Bauhütte des Florentiner Dorns und später aus der Werkstatt Ghibertis sein Handwerk erlernte, seine Kenntnisse erwarb, erwarb sich Panzenböck seine Fähigkeiten über das schrittweise hineinwachsen in seinen Beruf. Zwei Meisterprüfungen, als Schlosser und Schmied bezeugen seine handwerklichen Voraussetzungen, welche die Basis für die Entfaltung seines schöpferischen Umgangs mit einem Material ist, das auf Grund seiner Eigenschaften nicht selten einen geplanten Arbeitsvorgang frühzeitig ersterben lässt. Panzenböcks künstlerische Laufbahn ist ohne diesen Lernprozess nicht denkbar. Er selbst sieht im Metall ein Grundelement für die Entwicklung der Menschheitsgeschichte.
(Mag. Leo Schabauer)
Franz Panzenböck lebt und arbeitet in seinem Atelier L4 in Berndorf im Triestingtal.
Die Ausstellung läuft bis einschließlich 31. Oktober 2020 und ist jeweils an Samstagen von 10:00 bis 16:00 Uhr im Freigelände zugänglich.
Die im Jahr 2013 durch eine Privatinitiative gegründete Galerie versteht sich als Plattform zur Präsentation und Vermittlung zeitgenössischer, bildender Kunst. Den Schwerpunkt bildet dabei die Malerei. Im Freigelände werden von Mai bis Oktober auch Skulpturen und Plastiken gezeigt. Das Programm umfasst jährlich 8 bis 10 Ausstellungen, die sowohl thematisch als auch seitens der präsentierten Künstler bewusst breit gestreut sind. Unter dem Motto "Kunst im Dialog" werden einzelne Künstler und Themen präsentiert. Dadurch soll die Kommunikation zwischen Schaffenden und Publikum angeregt und gefördert werden. Das Atelier Bajadere als Galerie und gleichzeitig als Ort künstlerischer Produktion bietet dabei ideale Voraussetzungen zum Dialog. Wir sehen es als unsere Aufgabe Kreative zu unterstützen und ihnen die Möglichkeit zu bieten, sich und ihre Werke in einem entsprechenden Rahmen einem interessierten Publikum zu präsentieren.
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